D-LKs bei Jenny Erpenbeck

D-LKs bei Jenny Erpenbeck

Die Deutsch-Leistungskurse der J2 hatten die Möglichkeit die Autorin der Pflichtlektüre des Romans „Heimsuchung“ Jenny Erpenbeck live in Stuttgart zu sehen. 

Es ist nicht an der Tagesordnung, dass die Autoren der Pflichtlektüren noch am Leben sind. Umso interessanter ist es, eine Schriftstellerin live sehen und hören zu können und ihr Fragen zu ihrem Werk zu stellen. 

Diese Möglichkeit nahmen über 700 Schüler im Hospitalhof Stuttgart wahr. Die Veranstaltung bestand aus einem Gespräch mit der SWR 2 Kulturredakteurin Katharina Borchard und der Autorin Jenny Erpenbeck; organisiert vom Literaturhaus Stuttgart. Der Rahmen des Gesprächs war die Aufzeichnung einer Radiosendung, die am Karfreitag auf SWR 2 gesendet wird. 

Im Roman werden 15 unterschiedliche Lebenswege vorgestellt, die durch ein Haus am Scharmützelsee verbunden sind. Diese Schicksale spiegeln zugleich die Geschichte des 20. Jahrhunderts wider und sind auch mit der Biographie der Autorin verbunden, da ihre Großmutter eine der Bewohnerinnen und Besitzerinnen des Hauses gewesen ist und Erpenbeck 40 Jahre lang ihre Sommerferien im Haus und am Scharmützelsee verbracht hat. 

Doch Erpenbeck möchte den Roman nicht auf ihre eigene Geschichte reduziert sehen, sie sei eines dieser Kapitel. Und doch scheint diese Autorin eng verwoben mit dem Roman. Die Geschichten der Bewohner hat sie akribisch recherchiert - besonders die Geschichte des jüdischen Mädchens Doris Kaplan, dessen Großeltern einst einen Teil des Grundstücks am See besaßen. Erpenbeck sieht diese Geschichte auch als „Herzstück des Romans“. Doris Kaplan soll nicht vergessen werden.  

Für Erpenbeck steht das Nachdenken und besonders das Nachdenken über Heimat und was Heimat und der Verlust derselben bedeutet im Vordergrund. Dabei ist diese nicht immer positiv besetzt, sondern man kann sich auch vor ihr gruseln, denn die Bewohner bleiben die gleichen, sie stülpen sich nur manchmal andere Ansichten über, was besonders sicht- und fühlbar bei Staatsformwechseln wird, sei dies nun vom Nationalsozialismus zur Bundesrepublik und DDR oder von der DDR zur Wiedervereinigung. 

Sie selbst antwortet auf die Frage, was Heimat für sie ist: Ost-Berlin, Sprache, Familie.

Das Thema Heimat beschäftigt jeden und man wünscht dem Roman viele Leser und den Schülern, dass sie das Buch in ihrem späteren Leben noch einmal in die Hand nehmen und erneut lesen. 

(Tipp: Das Gespräch wird am Karfreitag auf SWR 2 gesendet)

(Heike Hafner)

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