DKMS am FSG – Gemeinsam Leben retten

Unter dem Motto „Wir besiegen Blutkrebs“ besuchte die Deutsche Knochenmarks-Spenden-Organisation DKMS am Dienstag, den 20. Januar das FSG.
Die gesamte J2 horchte zunächst dem Vortrag der zugeschalteten Expertin und den Erfahrungsberichten zweier Spender, bevor wir selbst aktiv werden konnten. Aber was macht die DKMS überhaupt?
Alle 12 Minuten erhält in Deutschland ein Mensch die niederschmetternde Diagnose Blutkrebs, weltweit alle 27 Sekunden. Die DKMS ist eine internationale und gemeinnützige Organisation, deren Ziel es ist, diesen Blutkrebspatienten eine zweite Lebenschance zu geben.
Für Menschen, die an Blutkrebs erkrankt sind, ist eine Stammzelltransplantation oft der letzte Weg zurück in ein normales Leben. Dafür müssen Stammzellen von gesunden Spendern transplantiert werden.
Es kann jedoch nicht jeder einfach spenden: Die gesuchten Stammzellen tragen wir alle in unserem Knochenmark. Da jedoch jeder Mensch unterschiedliche Gewebemerkmale besitzt, ist nicht jeder ein passender Spender für einen Erkrankten.
Hier kommt die DKMS ins Spiel. Sie sucht passende Paare, sogenannte “Matches” aus Spendern und Patienten. Dafür können sich Freiwillige registrieren und testen lassen. Diese Möglichkeit haben am Mittwoch direkt die Hälfte der SchülerInnen der J2 genutzt. Mit einem schnellen Abstrich im Mundraum und einer Online Registrierung per QR-Code war alles innerhalb weniger Minuten erledigt.
Nach Vorträgen und Berichten war es schön, aktiv werden zu können. Und viele hatten das gute Gefühl, mit einem kleinen Beitrag vielleicht eine große Hilfe sein zu können.
Wenn tatsächlich ein Spender mit passenden Stammzellen gefunden wird, gibt es zwei Möglichkeiten für eine Entnahme: Zunächst die direkte Entnahme aus dem Knochenmark des Beckens. Zu dieser Operation kommt es aber nur in rund 10% der Fälle. In den meisten Fällen werden die Stammzellen peripher, also über eine Blutwäsche entnommen. Hierbei werden über ein paar Stunden hinweg die im Blut gelösten Stammzellen herausgefiltert. Dabei bleibt alles bis zur Entnahme der Stammzellen für den Spender freiwillig und kann jederzeit gestoppt werden.
Zu Gast waren auch zwei erfolgreiche Spender des DKMS-Programms. Leonie und Vincent hatten sich beide bei der Organisation registriert und es dann fast schon wieder vergessen, so berichteten sie, bis sie eine Nachricht erhielten. Sie hatten beide ein "Match", also eine Übereinstimmung mit einem Leukämie-Patienten. Leonie erzählte begeistert vom freundlichen Umgang bei und vor ihrer Spende und dem positiven Gefühl, einem zwar fremden, aber auch verbundenen Menschen geholfen zu haben. Ihre Stammzellen reisten um den halben Globus, bis nach Argentinien.
Wenn Sie sich ebenfalls registrieren wollen, oder sich einfach etwas mehr mit der Arbeit der DKMS beschäftigen möchten, kann ich Ihnen die Seite der DKMS (dkms.de) sehr empfehlen.
Abschließend möchte ich mich im Namen der Stufe bei den Gästen, dem Team der DKMS und Frau Boos bedanken, die diesen Besuch ermöglicht hat.
Gemeinsam können wir Leben retten!










